Instandhaltung der Technischen Gebäudeausrüstung

In der Praxis haben sich zum Teil interessante, aber oft weniger sachdienliche Begriffe etabliert, mit denen die Instandhaltungsleistungen für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) umschrieben werden.

Nebulöse Leistungsbilder in abgeschlossenen Verträgen tragen ihr Übriges dazu bei, dass auf Missverständnissen beruhende Streitigkeiten zwischen Auftraggeber und -nehmer leider keine Seltenheit sind.
Fehlende Kenntnisse oder Halbwissen führen häufig dazu, dass einerseits Erwartungen nicht erfüllt, andererseits Versprechen nicht gehalten werden. – Allzuoft gibt es Verlierer auf beiden Seiten.

Dabei ist es relativ einfach, alle Punkte zu definieren, die zur eindeutigen und unmissverständlichen Beschreibung der Leistungen erforderlich sind. Denn wie nicht anders zu erwarten, unterliegt die Thematik einer Normung, genau genommen der DIN 31051, in der die Grundlagen der „Instandhaltung“ festgelegt sind. Derzeit gültig ist die neue Ausgabe vom September 2012.
Die bis zum Erscheinen der v. g. neuen Ausgabe der DIN 31051 geltende Fassung vom Juni 2003 sowie der im Dezember 2011 veröffentlichte Entwurf der Norm wurden insoweit ersetzt.

Während sich die „Instandhaltung“ bis Juni 2003 normativ noch in die Leistungssegmente

  • Wartung,
  • Inspektion

und

  • Instandsetzung

gliederte, kam anschließend mit der Neuausgabe der DIN 31051 noch die

  • Verbesserung

hinzu.
Daran hat sich sowohl gem. dem im Dezember 2011 vorgelegten Entwurf als auch der nunmehr veröffentlichen Neufassung mit Stand September 2012 prinzipiell nichts geändert.

Die ineinandergreifende Abfolge von Wartung – Inspektion – Instandsetzung dient primär dazu, zu erwartende Abnutzungs- / Verschleißerscheinungen zu beobachten und möglichst vor dem Eintreten eines Funktionsausfalls oder gar einer Gefährdung eine Instandsetzung durchzuführen.

Das Leistungssegment „Verbesserung“ zielt darauf ab, Zuverlässigkeit, Instandhaltbarkeit und / oder Sicherheit ohne Änderung der ursprünglichen Funktion zu steigern.
Nicht in der v. g. DIN erwähnt, jedoch bedeutsam, sind zudem eine Verbesserung der Effizienz und / oder eine gesteigerte Werterhaltung.

Bei der Ausgestaltung von Vereinbarungen zur Instandhaltung wird es jedoch vergleichsweise schwierig, wenn es um die Benennung der Normen bzw. Richtlinien geht, nach denen Wartung, Inspektion, Instandsetzung und / oder Verbesserung durchzuführen sind, denn diesbezüglich gibt es für jeden TGA-Typ mindestens ein, in der Regel jedoch mehrere Werke.
Folglich ist hier einschlägiges fachliches Wissen gefragt. Denn speziell in diesem Bereich wird deutlich, dass z. B. DIN-Normen nicht für Laien gedacht und verfasst sind: Für das richtige Interpretieren und Anwenden ist ein entsprechendes Verständnis unbedingt erforderlich.
Nicht zu unterschätzen ist darüber hinaus eine genaue Kenntnis über die Verwendung von Verbformen nach den allgemein verbindlichen Gestaltungsregeln, um zwischen Anforderung, Empfehlung, Zulässigkeit und Möglichkeit zweifelsfrei unterscheiden zu können.

Die Fragen nach der Sinnhaftigkeit und Bedeutung der „Instandhaltung“ sowie der auf sie abgestellten Vorschriften, Normen und Richtlinien mag sich je nach Intellekt und Mentalität unterschiedlich beantworten, jedoch dürfte allgemeiner Konsens sein, dass Erscheinungen wie Verschleiß und Abnutzung die zu erwartende Folge eines bestimmungsgemäßen Betriebes einer technischen Anlage bzw. Einrichtung sind, denen es sich zu stellen gilt.
In diesem Sinne dürfte es vorteilhaft sein, die einschlägigen Vorschriften, Normen und Richtlinien nicht als Gängelung, sondern als Medien bzw. Mittel zum Zweck zu begreifen, mit denen man sich das Leben erheblich einfacher und leichter machen kann.

Was könnten wir in diesem Zusammenhang für Sie tun?

Das Hauptaugenmerk möchten wir insbesondere auf Inspektionen und Verbesserungen legen, wobei hier die Schwerpunkte unseres Tätigkeitsspektrums wie folgt umschrieben werden können:

  • Erstellen eines Konzeptes / Planes zur Feststellung des Istzustandes, das / der auf die jeweiligen betrieblichen und nutzerspezifischen Belange abgestellt und verbindlich ist sowie Angaben über Ort, Termin, Methode, Gerät(e), Maßnahmen und zu betrachtende Merkmalswerte enthalten soll.
  • Vorbereiten der Durchführung der Feststellung des Istzustandes; einschl. Terminplanung, Abstimmung u. ä.
  • Festlegen von Vorwegmaßnahmen wie Arbeitsplatzausrüstung, Schutz- und Sicherungseinrichtungen usw.
  • Überprüfen der Vorbereitung und der Vorwegmaßnahmen einschließlich Freigeben zur Durchführung
  • Durchführen der Feststellung des Istzustandes
  • Vorlegen und Erläutern des Ergebnisses der Istzustandsfeststellung
  • Auswerten der Ergebnisse zur Beurteilung des Istzustandes
  • Beurteilen des Istzustandes
  • Erstellen einer Schwachstellen- / Fehler- / Mängelanalyse unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Belange
  • Vorlegen und Erläutern der Schwachstellen- / Fehler- / Mängelanalyse
  • Aufzeigen, Erläutern und Planen alternativer Lösungen zur Instandsetzung, Verbesserung oder zu anderen Maßnahmen unter Berücksichtigung sach-, fach- und rechtlicher, funktionaler und finanzieller Randbedingungen bzw. Anforderungen
  • Mitwirken bei der Entscheidung für eine Lösung
  • Einholen ggf. erforderlicher Zustimmungen / Genehmigungen zum Austausch oder Umbau von technischen Anlagen oder Einrichtungen
  • Erstellen von Leistungsverzeichnissen und Einholen von Angeboten zu Instandsetzungs- und / oder Verbesserungsmaßnahmen
  • Mitwirken bei der Vergabe von Bauleistungen zu Instandsetzungs- und / oder Verbesserungsmaßnahmen
  • Vorbereiten der Durchführung von Instandsetzungs- und / oder Verbesserungsmaßnahmen; einschl. Terminplanung, Abstimmung u. ä.
  • Überwachen der Durchführung von Bauleistungen Instandsetzungs- und / oder Verbesserungsmaßnahmen
  • Durchführen von Funktionsprüfungen und Abnahmen
  • Auswerten und Dokumentieren einschl. Feststellen der Kosten von baulichen Instandsetzungs- und / oder Verbesserungsmaßnahmen
  • Fertig- bzw. Freimelden nach Abschluss baulicher Instandsetzungs- und / oder Verbesserungsmaßnahmen

Darüber hinaus können wir für Sie durch die Erfassung und Pflege aller Bestands- und Vertragsdaten den Überblick behalten.
In diesem Zusammenhang können wir für Sie analysieren, ob,

  • technische Anlagen und Einrichtungen den geltenden Vorschriften entsprechend einer Instandhaltung unterzogen werden müssen, ggf. bestehenden Pflichten nachgekommen worden ist bzw. wird oder sich diesbezüglich Handlungsbedarf ergibt,
  • Verpflichtungen aus bestehenden Versicherungsverträgen im Hinblick auf die Instandhaltung bestehen, ggf. erfüllt werden oder noch zu erfüllen wären,
  • alle erforderlichen Instandhaltungen durchgeführt werden bzw. über entsprechende Verträge abgedeckt sind oder diesbezüglich Nachholbedarf besteht,
  • bestehende Instandhaltungsverträge vom Leistungsbild her den tatsächlichen Erfordernissen entsprechen,
  • Maßnahmen zur Instandhaltung, Instandsetzung oder Sanierung bzw. Verbesserung von Anlagen und Einrichtungen erforderlich bzw. sinnvoll sind,
  • von Fachfirmen angebotene Leistungen zu Instandhaltungs-, Instandsetzungs- oder Sanierungsmaßnahmen erforderlich bzw. zielführend, umfassend und kostengünstig sind.

Weiterhin können wir Sie bei der

  • Aufstellung von Leistungsverzeichnissen,
  • Einholung von Angeboten,
  • Ausarbeitung von Verträgen

sowie der

  • Erfolgskontrolle von Instandhaltungen, insbesondere Wartungen und Instandsetzungen

mit Rat und Tat unterstützen.

Für Fragen und nähere Erläuterungen bzw. ein vertiefendes Gespräch stehen wir Ihnen persönlich gern zur Verfügung.